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CHESTER GILL - MEMORIAL

ein Gedenkkonzert für einen grossartigen Musiker und wunderbaren Menschen,
der unzähligen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unentwegt verhalf,
die Freude an der Musik, im Herzen zu entdecken und zu bewahren.

Freitag den 9. Mai 2003, 20.oo Uhr Gymnasium am Münsterberg zu Basel

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highschoolswingers/gm-jazzband & special guests:

Peter Gill - Joe Katona - Max Heumesser

Sam Burckhardt

Nubya

Tassilo Dellers

Christoph Degen

Jürg & Catherine Stähli - Degen

Ansprache eines Schülers gehalten anlässlich Chester Gill Memorial 9 May 2003

“Jazz ist wahrscheinlich die einzige heute existierende Kunstform, in der es die Freiheit des Individuums ohne den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühls gibt”

Diese Aussage stammt von Dave Brubeck, ein ganz grosser Jazzpianist unserer Zeit. Meiner Ansicht nach beschreibt diese Aussage die wesentliche Idee von Chesters Wirken. Er versuchte nämlich ständig, das Individuum zu erwecken und dabei die Gruppe zu fördern. Schon bei meiner ersten Begegnung mit ihm trat er mir gegenüber nicht als “Lehrer” auf sondern als Freund. Dieser blieb er mir, wobei er auch eine Art Vaterfigur für mich wurde.
Er zeigte immer seine Gefühle, indem er mir z.B. nach einem Solo auf die Schulter klopfte oder aber auch verärgert auf dem Klavier polterte. Es war ihm gleichgültig, ob man gut oder schlecht war, ein Instrument spielen konnte oder nicht. Sein Ziel war es, jeden zu integrieren, der Spass an der Musik
hatte. Ich glaube, er sah die Band als eine Möglichkeit für jeden, der die Freude an der Musik ausdrücken wollte. Deshalb ermutigte er jeden zum individuellen Ausdruck. Trotzdem ging es ihm primär um die Musik und er zwang deshalb niemanden, etwas zu solieren oder ähnliches zu tun. Er gab sich erst mit etwas zufrieden, wenn er wusste, dass dies das Beste ist, das man aus der Band rausholen konnte. Das Wort Band ist wohl für dieses Unternehmen nicht so passend wie das Wort Gemeinschaft, rein aus menschlicher Sicht. Denn Chester brachte es nämlich zustande, die Schüler aus allen Altersklassen und verschiedenen vorausgesetzten Stilrichtungen in einen Einklang zu bringen. Schliesslich liebten, so glaube ich, alle den Jazz.
Für mich war Chester eine Inspiration, mich weiterzuentwickeln, sei es im Musikalischen als auch in menschlicher Hinsicht. Ich bin ihm dafür sehr dankbar.

“Danke, Chester!” © Francesco Iberg, 2003